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Yaiza: Lautsprecher und Kameras an Containerplätzen gegen achtlos abgestellten Müll

Yaiza: Lautsprecher und Kameras an Containerplätzen gegen achtlos abgestellten Müll
Church of the town of Yaiza - Lanzarote - Spain. Los Remedios square Y36 · Luis Miguel Bugallo Sánchez (Lmbuga) · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Wer sich in der Gemeinde Yaiza einigen Containerstandorten nähert, hört eine Ansage: “Gracias por depositar el residuo dentro de su contenedor” – Danke, dass Sie Ihren Abfall in den Container werfen. Das Audiosystem wurde vor drei Monaten von der Gemeindeverwaltung als Pilotprojekt installiert, das erste dieser Art auf den Kanarischen Inseln. Ziel ist es, an die getrennte Entsorgung zu erinnern: Bioabfall, Papier und Karton, Glas und Kunststoff.

Die Durchsage weist zugleich darauf hin, dass das Abstellen von Müll neben den Containern verboten ist. Die gemeindliche Ordenanza de Convivencia Ciudadana sieht dafür Bußgelder von bis zu 3.000 Euro vor. An besonders belasteten Standorten blockieren die abgestellten Säcke zeitweise den Gehweg und behindern Fußgänger.

Die ersten Auswertungen nach dem Testquartal zeigen einen Rückgang der Vorfälle an genau diesen Punkten. Bürgermeister Óscar Noda spricht von einer positiven Botschaft, die das Recyclingverhalten verbessern und unsoziales Verhalten abschrecken soll, und betont die geteilte Verantwortung: Die Verwaltung müsse Mittel für einen funktionierenden Reinigungsdienst bereitstellen, die Bevölkerung ihr Umfeld respektieren.

Zum System gehören auch Kameras. Der zuständige Stadtrat für Reinigung, Rubén Arca, kündigt an, die Installation auf weitere Standorte auszuweiten, die derzeit technisch geprüft werden. Nachts bleibt die Tonausgabe abgeschaltet; stattdessen schaltet sich ein Licht ein, sobald jemand den Containerbereich betritt. Parallel prüft die Gemeinde fünf Angebote von Unternehmen zur Verbesserung des Reinigungsdienstes.

Mülltrennung im Urlaub in der Gemeinde Yaiza

Für Ferienwohnungen in Playa Blanca und Umgebung gelten dieselben Regeln wie für Anwohner. Geahndet wird vor allem der Sack neben dem Container – nicht der falsche Einwurf. Ist ein Behälter voll, ist der nächste Sammelpunkt oder ein späterer Gang die sinnvollere Lösung. Sperrmüll wie Möbel, Matratzen oder Elektrogeräte gehört nicht an den Containerplatz, sondern muss über die von der Gemeinde vorgesehenen Wege entsorgt werden. An den Standorten mit Ansage sind zusätzlich Kameras installiert.

Daniele Boagno