Teguise, die Hauptstadt, die Korsaren zwei Jahrhunderte lang plünderten

Die Villa de Teguise war über vier Jahrhunderte Hauptstadt Lanzarotes, bis der Titel 1852 an Arrecife überging. Sie wurde im Landesinneren errichtet, gerade um vom Meer entfernt zu sein — es genügte nicht: Im 16. und 17. Jahrhundert drangen Berberkorsaren mehrfach bis hierher vor.
Die bekannteste Plünderung ist die von 1586 unter Morato Arráez. Von solchen Ereignissen stammt der Name einer Gasse in der Altstadt, des Callejón de la Sangre. Über dem Ort, auf dem Kegel des Guanapay, steht das Castillo de Santa Bárbara, das heute das Piraterie-Museum beherbergt.
Was heute zu sehen ist
In der Altstadt stehen der Palacio Spínola, die Kirche Nuestra Señora de Guadalupe und das Convento de Santo Domingo. Die Timple, das kleine kanarische Saiteninstrument, hat hier ihr Haus-Museum.
Sonntagvormittags findet im Ort der größte Markt der Insel statt, und das Bild ändert sich völlig: früh kommen und außerhalb des Zentrums parken.
Quellen: Ayuntamiento de la Villa de Teguise; Cabildo de Lanzarote.
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