La Geria, wie man Wein macht, wo es nie regnet

Zwischen 1730 und 1736 begruben die Ausbrüche des Timanfaya das fruchtbarste Land der Insel unter meterhohem Lapilli. Wer blieb, musste eine neue Landwirtschaft erfinden: bis zum alten Boden graben, den Rebstock auf den Grund der Mulde setzen und ihn mit einer halbrunden Mauer vor dem Passat schützen.
Die Mulden heißen hoyos, die Mauern zocos. Die schwarze Asche darüber, der picón, wirkt wie ein Schwamm: Sie nimmt die Feuchtigkeit der Nacht auf und gibt sie tagsüber an die Pflanze ab. Auf einer Insel, auf der es kaum regnet, hält genau das die Reben am Leben.
Was man trinkt
Die heimische Rebsorte ist die Malvasía volcánica — weiß, trocken, mineralisch. Viele Bodegas an der LZ-30 sind für Besucher geöffnet und bieten Verkostungen; die Lese beginnt für europäische Verhältnisse sehr früh, zwischen Ende Juli und August, und auf einigen Gütern werden die Trauben noch auf Kamelrücken eingebracht.
Das Gebiet ist seit 1987 geschützte Landschaft, die Weine tragen eine Herkunftsbezeichnung. Ein praktischer Rat: die LZ-30 am späten Nachmittag fahren, wenn das flache Licht die Tausenden Mulden einzeln herausarbeitet.
Anna Borlenghi
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