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Desidia-Festival: Wandbilder und Workshops in Argana Baja, 3. bis 10. September

Desidia-Festival: Wandbilder und Workshops in Argana Baja, 3. bis 10. September
Lanzarote Arrecife R03 · Marc Ryckaert · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Im Stadtteil Argana Baja in Arrecife findet vom 3. bis 10. September eine neue Ausgabe des Desidia-Festivals statt. Sie stutzt sich auf zwei Saulen: den dritten Wandbild-Parcours und das Thema El aljibe. Memoria subterránea, die unterirdische Erinnerung. Unterstutzt wird das Projekt vom Kulturbereich des Cabildo de Lanzarote y La Graciosa, den Centros de Arte, Cultura y Turismo (CACT) und dem Ayuntamiento de Arrecife.

Funf Kunstlerinnen und Kunstler unterschiedlicher Herkunft arbeiten live an den Mauern des Viertels: Cristina Reyes (Kanaren), Keeenue (Japan), Luismi Sánchez (Venezuela-Kanaren), NULO (Uruguay) und JUIN (Kanaren). Kuratiert wird die Ausgabe von Elena García vom Espacio Lapanera auf Teneriffa, die bewusst sehr verschiedene Bildsprachen zusammengebracht hat.

Ausgangspunkt ist die historische Beziehung Lanzarotes zum Wasser und zu Bauten wie Aljibes und Maretas, die die Insel bewohnbar gemacht haben. Dieser Untergrund steht hier als Bild fur alles, was unter der Oberflache bleibt: kollektive Erinnerung, vielfaltige Identitaten und Erfahrungen, die selten sichtbaren Raum bekommen haben. Die Wandbilder verstehen sich entsprechend nicht als Stadtschmuck, sondern als Flachen, auf denen genau das an die Oberflache kommt.

Das Programm beginnt am Donnerstag, 3. September, im Sala Buñuel des CIC El Almacén mit dem Vortrag Patrimonio material e inmaterial: Pintura Urbana en Canarias von Paula Calavera. Am Freitag, 4., leitet Feo Flip im CSC Argana Baja den Graffiti-Workshop Iniciación al aerosol, am Samstag, 5., ubernimmt am selben Ort Iván T. In den folgenden Tagen bleibt das Viertel Mittelpunkt des Festivals, wahrend die Arbeiten an den Mauern weiterlaufen.

Praktischer Hinweis fur Besucher

Argana Baja liegt in Arrecife und ist vom Zentrum aus zu Fuss erreichbar. Wer die Wandbilder im Entstehen sehen will, geht am besten am Vormittag oder am spaten Nachmittag hin, wenn das Licht fur Fotos besser und die Hitze ertraglicher ist. Es handelt sich um ein Wohnviertel: Hauser und Innenhofe liegen direkt an der Strasse, deshalb Abstand zu den Arbeitsbuhnen halten und Menschen nicht ungefragt fotografieren. Die Wandbilder der beiden vorherigen Ausgaben sind in denselben Strassen erhalten, sodass sich der Rundgang als zusammenhangender Parcours begehen lasst. Die Vortrage und Workshops finden auf Spanisch statt.

Giacomo Piraino