Sechs neue Wandbilder in Argana Baja: das Viertel erzählt vom Wasser, das man nicht sieht

In Argana Baja, einem Viertel von Arrecife, sind sechs neue großformatige Wandbilder entstanden. Gebracht hat sie die dritte Ausgabe des Festival Desidia, in diesem Jahr unter dem Titel El aljibe. Memoria subterránea.
Wasser als roter Faden
Ausgangspunkt ist Lanzarotes historisches Verhältnis zum Wasser und zu den Bauten, die das Leben hier möglich machten: den Aljibes und Maretas, den unterirdischen Zisternen, in denen jahrhundertelang das einzige vorhandene Wasser gesammelt wurde. Daraus gewinnt das Festival seine Metapher: das, was unter der Oberfläche bleibt und ungesehen ist – kollektives Gedächtnis, vielfältige Identitäten, Erfahrungen, die nicht immer sichtbar waren.
Wer gemalt hat
An den Wänden arbeiteten Keeenue aus Japan, Nulo aus Uruguay sowie die kanarischen Künstler Luismi Sánchez, Cristina Reyes, Kant und JUIN.
Getragen wird das Festival vom Colectivo Desidia, einer Gruppe kanarischer Straßenkünstler; es verbindet Kunst, Beteiligung des Viertels und Vermittlung. Unterstützt wird es von der Stadt Arrecife, dem Cabildo von Lanzarote und La Graciosa und den Kunst- und Kulturzentren der Insel.
Für Argana Baja ist das keine Kleinigkeit: Ein Arbeiterviertel verwandelt sich seit drei Jahren in ein Freiluftmuseum – und sieht sich selbst anders, seit die Wände sprechen.
Pamela Maletti
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