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»Drei von zehn Kanariern werfen den Vorsorgebrief weg«: Onkologe Pedro Lara in Uga

»Drei von zehn Kanariern werfen den Vorsorgebrief weg«: Onkologe Pedro Lara in Uga
Yaiza - Lanzarote - Spain. Y09 · Luis Miguel Bugallo Sánchez (Lmbuga) · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Es kommt ein Brief vom öffentlichen Gesundheitsdienst mit einem Test für zu Hause. Jeder dritte Kanarier ignoriert ihn. Diese Zahl brachte Dr. Pedro Lara – Onkologe, Direktor des Kanarischen Instituts für Krebsforschung und Präsident der Spanischen Krebsgesellschaft in Las Palmas – am Freitag nach Uga, auf Einladung der Gemeinde Yaiza.

Wie die Vorsorge funktioniert

Das Programm sucht nach verborgenem Blut im Stuhl: ein Test, den man zu Hause macht und zurückgibt. In 5 Prozent der Fälle fällt er positiv aus, dann folgt die Darmspiegelung. »Es können bloß Polypen sein, die man entfernt, mit Kontrolle alle zwei Jahre«, erklärte Lara, »es können aber auch bösartige Tumoren sein, und dann muss man sofort handeln.«

Genau darum geht es: Darmkrebs, der noch lokal begrenzt entdeckt wird, ist eine andere Krankheit als derselbe Tumor mit Metastasen. Das Risiko steigt ab fünfzig – dem Alter, in dem der Brief kommt.

Die Zahlen der Kanaren

Die Prognosen nennen 13.000 Menschen mit einer Krebsdiagnose auf den Inseln in diesem Jahr. Darm, Brust und Prostata sind die drei häufigsten.

Organisiert wurde der Abend vom Sozialdezernat unter César Rijo gemeinsam mit der Stiftung Adsis, im Rahmen des Koordinierungstisches der Gesundheitsstrategie des Ministeriums.

Daniele Boagno