Jameos del Agua, der blinde Krebs, den es nur hier gibt

Ein Jameo ist die Öffnung, die entsteht, wenn die Decke einer Lavaröhre einstürzt. Der Vulkan Corona im Norden der Insel hinterließ mehrere davon: In einem eröffnete César Manrique 1966 das erste jener Zentren, die das Reisen auf Lanzarote verändern sollten.
Er baute kein Gebäude. Er stieg in die Höhle hinab und ließ sie fast so, wie sie war: die Steintreppe, die Palmen, das weiße Becken vor schwarzem Basalt. Konzerte finden in einem Auditorium statt, das in den Fels geschlagen wurde, wo der Klang von erstarrter Lava zurückgeworfen wird.
Der Bewohner, den niemand erwartet
Im inneren See, gespeist von Meerwasser, das durch den Fels sickert, leben winzige weiße, blinde Krebse: Munidopsis polymorpha, von den Insulanern Jameítos genannt. Sie kommen nirgendwo sonst auf der Welt vor. Sie sind so empfindlich, dass eine einzige ins Wasser geworfene Münze sie vergiften kann — daher die Schilder überall.
Die Anfahrt erfolgt von Haría über die Straße nach Órzola. Auch die Casa de los Volcanes, das vulkanologische Forschungszentrum im tiefsten Teil der Röhre, lohnt den Besuch.
Quellen: Centros de Arte, Cultura y Turismo del Cabildo de Lanzarote; Casa de los Volcanes.
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