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Bodega Santa Bárbara, der Tisch draußen in Villa de Teguise

Bodega Santa Bárbara, der Tisch draußen in Villa de Teguise

Villa de Teguise besucht man tagsüber, wenn die Busse vor der Kirche halten und der Sonntagsmarkt die Plätze füllt. Doch die Stunde, in der die alte Hauptstadt sich am ähnlichsten ist, kommt später, wenn die Gruppen fort sind: In den Steingassen bleiben die Tische draußen stehen, und eine Reihe davon gehört zur Bodega Santa Bárbara.

Sie liegt in der Calle de la Cruz 5, wenige Schritte vom Hauptplatz, in einem niedrigen weißen Haus mit handgemaltem Schriftzug an der Wand. Draußen fünf oder sechs Holztische, ein großer Kaktus in der Ecke und die Sonnenschirme. Drinnen ein schmaler Raum, die Theke im Hintergrund, dunkler Fliesenboden und Holzfenster: das ältere Teguise, das die Hauptstraßen weitgehend verloren haben.

Der Gastraum mit der Theke im Hintergrund und HolztischenEin Tagesgericht und ein Glas Weißwein, im InnenhofDie Käseplatte und der Hummus, zwei feste Größen des Hauses

Was auf den Tisch kommt

Es ist eine Bodega, man bestellt also zum Teilen. Auf der Tafel stehen Hummus, Flan de la huerta, Carrilleras ibéricas — Schweinebacken, so lange geschmort, bis der Löffel sie teilt — und der Fisch des Tages, je nachdem, was angelandet wurde. Wer kein Fleisch isst, ist hier gut aufgehoben: Der pflanzliche Teil der Karte ist kein Zugeständnis, sondern wirklich die Hälfte — auf einer Insel, wo vegetarisch oft gemischter Salat heißt, ist das erwähnenswert.

Man rechnet mit 20 bis 30 Euro pro Person, Wein inbegriffen. Und der Wein ist der Grund für den Namen: Die Karte schaut auf die Betriebe der Insel, auf La Geria, wo Malvasía in Trichtern aus Lapilli wächst, und bleibt nicht bei den zwei Etiketten, die es überall gibt.

Vor dem Besuch

Das Haus ist klein und die Tische draußen sind wenige: an Wochenenden und Marktabenden lohnt ein Anruf vorab, unter 690 82 45 01. In Teguise parkt man auf den freien Flächen am Ortsrand und geht zu Fuß hinein, denn der historische Kern ist für Autos gesperrt. Sonntags, am Markttag, kommt man nur früh an einen Tisch.

Anna Borlenghi