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Die Insel ehrt ihr Handwerk: die Artesanía-Preise 2026 in Mancha Blanca

Die Insel ehrt ihr Handwerk: die Artesanía-Preise 2026 in Mancha Blanca
Centro de Artesanía, Yaiza · Luis Miguel Bugallo Sánchez · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Das Messegelände von Mancha Blanca war am Freitag Schauplatz der Verleihung der Handwerkspreise Lanzarotes 2026, ausgerichtet vom Cabildo von Lanzarote und La Graciosa. Zwei Stunden, in denen die Insel etwas tat, was sie selten tut: jene beim Namen nennen, die ihre Handwerke am Leben halten.

Die Ausgezeichneten

Der Preis für das Lebenswerk ging an die Asociación Milana für zwanzig Jahre Arbeit rund um die tunera, die Kaktusfeige. Geehrt wurden außerdem Chana Perera, eine der treibenden Kräfte der Feria in ihren Anfängen, und Antonio Emilio Betancort, der die Tradition der roseta bewahrt, der Nadelspitze Lanzarotes.

Eine besondere Erwähnung erhielt Joaquín Reyes Betancort aus Máguez für die Bewahrung der traditionellen Töpferei: Ton, der ohne Scheibe geformt wird, so wie hier, bevor es die Scheibe gab. Dazu kamen Los del Gofio Arráez & Morales aus Órzola für fünfundzwanzig Jahre auf der Feria und Aurelio Pérez, ausgezeichnet für die beste Standgestaltung im Steinmetzhandwerk.

Inselpräsident Oswaldo Betancort betonte, im Handwerk stecke ein großer Teil der Identität der Insel: »Wir haben Menschen und Gruppen geehrt, die Jahre ihrer Arbeit dem Bewahren von Wissen gewidmet haben.« Rätin Aroa Revelo nannte den Punkt, auf den es ankommt: die Weitergabe. Können wie die roseta oder die Töpferei geht nicht verloren, wenn der stirbt, der es beherrscht — es geht verloren, wenn es vorher niemand gelernt hat.

Das Buch über die Cochenille

Im Anschluss wurde La tunera y sus productos. El cultivo de la cochinilla en Lanzarote vorgestellt, herausgegeben vom Publikationsdienst des Cabildo. Das Buch dokumentiert den historischen, wirtschaftlichen und kulturellen Wert der Cochenille auf den Kanaren — jener Schildlaus, die auf der Kaktusfeige lebt und aus der Karminrot gewonnen wird. Jahrzehntelang war sie Lanzarotes wichtigster Reichtum, bis chemische Farbstoffe das Geschäft ruinierten. Heute ist sie eine Nischenkultur — und dieses Rot ist wieder etwas wert.

Pamela Maletti